Bericht über Bombendrohung

Rheinische Post


20. November 2015 | 11.46 Uhr

Berufskolleg in Wesel

Bombendrohung durch Trittbrettfahrer
Wesel. Ein unbekannter Trittbrettfahrer droht per Telefon mit Bombe im Wesel Berufskolleg. 2000 Schüler verlassen in vier Minuten den Komplex. Die Polizei fahndet nach Urheber. Von Fritz Schubert
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Nach Bereinigung der Lage stand es den Berufsschülern frei, nach Hause zu gehen. Etliche nahmen dies an.FOTO: Malz

 

Nach den Anschlägen von Paris ist die Welt bis in die Haarspitzen sensibilisiert. Solch angespannte Situationen werden gern von Trittbrettfahrern genutzt, die zum Beispiel mit einem kleinen Telefonanruf große Unruhe auslösen können. So scheint es auch Donnerstagmorgen gewesen zu sein, als sich ein unbekannter Täter im Feldmarker Berufskolleg mit dem Hinweis meldete, um 9.25 Uhr werde in der Schule eine Bombe explodieren. Wie sich wenig später herausstellte, war dies eine leere Drohung. Erhebliche Spuren hinterlassen hatte der Anrufer trotzdem. Vor allem in den Seelen geschockter junger Leute. Etwa 20 nahmen Betreuungsangebote nach Bereinigung der Lage an.

Selbstredend war die Drohung erstmal ernst zu nehmen. Schulleiter Christian Drummer-Lempert und sein Team setzten laut Notfallplan eine bestimmte Meldekette in Gang. Um 9.05 Uhr, kurz nach dem anonymen Anruf, war die Polizei bereits da. Mit der Schulleitung wurde entschieden, einen Probealarm auszulösen, um die zu diesem Zeitpunkt etwa 2000 anwesenden Schüler und 165 Lehrer zügig aus dem Gebäudekomplex zu bekommen, ohne eine Panik zu verursachen. Und das klappte um 9.20 Uhr bestens. Binnen vier Minuten war das Kolleg evakuiert.

Wie Nico Partenheimer (17) aus Voerde und Lukas Gummel (16) aus Dinslaken später im Gespräch mit der RP erklärten, war das geordnete Verlassen des Gebäudes schon mehrfach eingeübt worden. Allerdings sei ihnen wegen der Anwesenheit von Polizei und Feuerwehr schnell klar gewesen, dass es doch kein Probealarm war. Laura Kroll (17) und ihre gleichaltrigen Mitschülerinnen Annabell Arendsen und Fabienne Lattek (alle aus Rheinberg) machten selbst zwar einen recht gefassten Eindruck, berichteten aber von einigen Mädchen, denen es „nicht so gut ging“ und die sich nach der Entwarnung gern vom Schulpfarrer und Schulsozialarbeitern hätten beraten lassen. Das linksrheinische Trio ließ sich abholen, um nicht auf den Bus warten zu müssen, und fand den vermeintlichen Scherz des Anrufers überhaupt nicht witzig.

Unterdessen hatte die Polizei nach Ablauf der Frist 9.25 Uhr ohne Spürhunde das Gebäude durchsucht und nichts Explosives entdeckt. Der Unterricht wurde wieder aufgenommen, doch stand es den Schülern frei, nach Hause zu gehen. Etliche nahmen dieses Angebot an. Etwaig angesetzte Klassenarbeiten wurden gestern nicht geschrieben, sagte Drummer-Lempert, der übrigens die Sicherheitskräfte ausdrücklich für ihr umsichtiges Vorgehen und gute Zusammenarbeit lobte. Emotionale Zusammenbrüche einiger Schülerinnen erklärte sich der Schulleiter mit der aktuell allgemeinen Verunsicherung und der Tatsache, dass die Polizei wegen der Terrorgefahren zurzeit auch mit schwerer Bewaffnung auftritt. „Das Bild ist so nicht bei uns verankert“, sagte Drummer-Lempert. Im Nachklang setzt er auf Information und Aufklärung. Schüler und Eltern sollen angeschrieben werden und erfahren, dass in Lagen wie diesen die Gefahr von Trittbrettfahrern immer groß sei.

Auch die Polizei vermutet einen ganz schlechten Scherz als Ursache des Anrufs. Das gebe es immer wieder mal, um vielleicht um eine Klausur herumzukommen. Doch vor dem aktuellen Hintergrund sei die Tat „moralisch besonders verwerflich“, sagte Polizeisprecherin Andrea Margraf: „Es gibt ein Strafverfahren. Wenn wir den Täter kriegen, wird er zur Rechenschaft gezogen.“

Quelle: RP

 

 

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Die gute Arbeit des Berufskollegs trägt Früchte

Entgegen dem demographischen Wandel scheint die Schülerzahl für das nächste Schuljahr am Berufskolleg Wesel weiterhin stabil zu bleiben.

Der Andrang am gestrigen Abend war gewaltig. Die Sitzplätze in der Mehrzweckhalle des Berufskollegs reichten nicht aus. Über 400 Interessierte besuchten gestern den Informationsabend mit ihren Kindern. Sie nutzten die Möglichkeit das notwendige Wissen über die angestrebte Schulform der Höheren Berufsfachschulen oder das Berufliche Gymnasium vom Expertenteam zu bekommen, um später die richtige Wahl für die richtige Schulform mit ihren Kindern zu treffen.

Die einleitenden Worte des Schulleiters Christian Drummer Lempert machten den Besuchern deutlich, dass das Berufskolleg Wesel eine große Schule mit 3359 SuS und ca. 160 Lehrern ist. Schüler von 32 Nationen kommen täglich zum Berufskolleg. Er zeigte aber auch auf, dass man in den einzelnen Kleinbereichen der einzelnen Schulformen seine kleine Heimat finden kann.

Drummer Lempert stellte die Vielfalt der Möglichkeiten dieser modernen Schule heraus. Das Berufskolleg ist ein täglicher Treffpunkt und Spiegelbild der Gesellschaft und es gibt dadurch trotzdem keine Schwierigkeiten.

Bescheiden aber doch stolz vermutete Drummer Lempert, dass der große Zuspruch für unsere Schule vielleicht an den vielen erfolgreichen Abschlüssen liegt. Er warnte aber auch davor, dass die zukünftigen Schüler die Schule nicht zu leicht nehmen sollen, da am Ende doch eine zentrale Prüfung ansteht.

Die Spezialisten der einzelnen Fachabteilungen der Höheren Berufsfachschulen und des Beruflichen Gymnasiums machten anschließend die Eltern und die zukünftigen Schüler und Schülerinnen mit den einzelnen Schwerpunkten der Ingenieurwissenschaften bishin zur höheren Berufsfachschule Agrarwirtschaft bekannt.

Jeder Besucher hatte die Möglichkeit nach der Veranstaltung eine Einzelfallberatung von den Lehrern zu bekommen. Diese fand im leuchtenden Forum der Schule statt.

Es war ein gelungener Abend, der sicherlich für die Lehrer und die neuen Schüler und Schülerinnen nicht nur erste Kontaktaufnahme bedeutete, sondern auch die ersten Barrieren brach.

Um immer über das vielfältige Schulleben und die Organisation des Berufskollegs Wesel auf dem Laufenden zu sein, klicken sie die Schulhomepage an und folgen sie dem Blog der Schule durch eine Anmeldung.

Homepage:        www.bkwesel.de
Blog:                       https://bkwesel.wordpress.com                 

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Aktionstag „Cannabis“ am Berufskolleg Wesel

Wesel: Berufskolleg Wesel |

Im Forum des Berufskollegs Wesel fand heute der Aktionstag „Cannabis“ statt.

Das Beratungsteam des Berufskollegs Wesel und die Drogenberatungsstelle der Stadt Wesel informierten mit Plakaten und Filmen über die Risiken beim Konsum von Cannabis. „Da gerade die Altersgruppe zwischen 15 – 20 Jahre sehr anfällig für neue Reize ist und in Deutschland sehr viel bzw. immer mehr in diesem Alter gekifft wird“, so Barbara Lübbehausen, sieht sie bei unseren Schülern einen hohen Handlungsbedarf für Aufklärung und Information. 

Mit Hilfe eines Wissensquiz, eines Merchandisingstandes und eins Parcours, bei dem man erfuhr, wie unsicher man sich bei Alkohol- oder Cannabiskonsum fühlt, wurden die Schüler an den neuesten Wissensstandard herangeführt.
Die Schüler nutzten zahlreich das Angebot und interessierten sich sehr für dieses Thema.
Die Teilnahme an einem Wissensquiz zu der Thematik wurde mit einem kleinen „Giveaway“ belohnt. Die „Glücksfee“ Barbara Lübbehaus von der Drogenberatungsstelle Wesel zog in der Pause die Gewinner.

Die Initiatoren Dagmar Christa, Marion Speitmann, Michael Howe und Thomas Zühlke zogen eine positive Bilanz. Einhellig war ihre Meinung, dass sich dieser Tag für das Bewusstsein im Umgang mit Cannabis für die Schüler gelohnt hat.

Die neu gewonnen Erkenntnisse werden nun im Unterricht vertieft.