Verabschiedung von 88 Jahren Berufserfahrung!

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Das Schulleitungsteam des Berufskollegs Wesel Christian Drummer-Lempert (links) und Hermann Lemmen (rechts) verabschiedeten 88 Jahre Berufserfahrung in den Ruhestand: Schulpfarrerin Annette Duscha (vorne links), Bernd Kuropka (Mitte) und Alrun Stemmrich (vorne rechts).

 

Am Berufskolleg Wesel verabschiedete das Kollegium zusammen mit der Schulleitung drei verdiente Kolleginnen und Kollegen: Schulpfarrerin Annette Duscha, Bernd Kuropka und Alrun Stemmrich.

Schulpfarrerin Annette Duscha war 28 Jahre am Berufskolleg Wesel tätig. Schulleiter Christian Drummer-Lempert verwies bei seiner Verabschiedung auf die besondere Funktion der „Schulpfarrerstelle“, die dem Berufskolleg unabhängig von der Frage der Glaubensrichtung besonders geholfen habe. Und damit seien nicht nur die Gottesdienste zu Weihnachten und zum Schuljahresabschluss gemeint. Vielmehr habe das Wirken sich positiv auf das gesamte Zusammenleben innerhalb der Schule ausgewirkt.

Bernd Kuropka arbeitete seit 1979 für die berufliche Bildung in Wesel. Seit 1987 war er als Studiendirektor Schulleitungsmitglied in höchstem Maße engagiert und leitete die Abteilung Agrar. Gleichzeitig war er über viele Jahre hinweg Fachberater für Agrarwirtschaft für die Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln und im Berufsbildungsausschuss der Landwirtschaftkammer Rheinland tätig. Darüber hinaus wurde er zum Mitglied der Kommission zur Entwicklung von Richtlinien und Lehrplänen berufen und von der Bezirksregierung als Fachberater zur Umsetzung curricularer Vorgaben für den Ausbildungsberuf Gärtner beauftragt. Drummer-Lempert würdigte sein Wirken: „Die Berufsbilder der Abteilung Agrar lagen Bernd Kuropka durchgängig am Herzen und er hat sie ganz maßgeblich auch auf der Ebene der Bezirksregierung und des Ministeriums mitgestaltet.“

Oberstudienrätin Alrun Stemmrich wirkte 22 Jahre am Berufskolleg Wesel. Sie engagierte sich neben ihrer unterrichtlichen Tätigkeit im Besonderen für eine „Gesunde Schule“ und bezog dabei alle Menschen in einer so großen Schule ein. Stellvertretend für das gesamte Kollegium dankte Drummer-Lempert allen drei Pensionären für ihre zusammen 88-jährige Tätigkeit für die berufliche Ausbildung und wünschte Ihnen für Ihre Zukunft alles Gute.

Fit für die Badesaison

Im vergangenen Jahr sind bundesweit fast 70 Flüchtlinge ertrunken. Damit hat sich die Anzahl der ertrunkenen Flüchtlinge in Deutschland innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Aus diesem Grund wurden die Schülerinnen und Schüler der internationalen Klasse der Berufsvorbereitung (BVI 5) nun fit für ihre ersten Sommerferien in Deutschland gemacht.

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Die jungen Menschen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan sowie vielen weiteren Ländern trafen sich gemeinsam mit ihren Lehrern Mona Orlowski und Bastian Kischkewitz kurz vor den Sommerferien mit Rettungsschwimmern der DLRG Ortsgruppe Dinslaken e.V. am Weseler Auesee. Neben der Auffrischung der Baderegeln in der Wachstation wurden die Gefahren an Badeseen und Flüssen thematisiert. Den Teilnehmern und Teilnehmerinnen wurde schnell deutlich, dass der Rhein vergleichbar mit einer Autobahn für Schiffe ist – und man dort nicht spielt. Entsprechend gilt absolutes Badeverbot!

Unter Aufsicht konnten die Schülerinnen und Schüler sich selbst in der Rettung probieren: Wurfsack, Rettungsboje und weitere Hilfsmittel zur Rettung von Menschen aus Gefahr wurden erprobt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen konnten darüber hinaus die für die Rettung wichtige Reaktionsgeschwindigkeit spielerisch üben und die Gelegenheit nutzen, gemeinsam im Team einander zu helfen. Die gemeinsame Hilfe für andere Menschen zeigte sich als gute Teambuildung-Maßnahme, so dass Sprachbarrieren schnell überwunden werden konnten.

Was bleibt ist die Erkenntnis: Niemals selbst überschätzen, denn das kann tödlich enden!

 

 

Alle Großhändler erfolgreich verabschiedet

Alle Kaufleute im Groß- und Außenhandel der aktuellen Oberstufen haben ihre IHK-Prüfungen erfolgreich bestanden. Die Ergebnisse sind erfreulich, die Quote von „alle Azubis haben bestanden“ konnte auch dieses Jahr vermeldet werden.

Wieder besonders hervorzuheben ist, dass auch 10 Schüler mit verkürzter Ausbildung mit guten Ergebnissen vertreten waren, drei Schüler haben bereits im Vorjahr aufgrund guter Leistungen ihre Prüfungen vorgezogen.

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Kaufleute im Groß- und Außenhandel

Bei entsprechender Klassenstärke möchte das Berufskolleg Wesel wieder Schülern, die ihre Ausbildungszeit von vornherein verkürzen wollen, eine eigens für sie eingerichtete Klasse anbieten, um gezielt auch in zwei Jahren erfolgreich den Abschluss erwerben zu können.
„Verkürzerin“ Jessica Brinkmann wurde für ihren Durchschnittsnote 1,1 im Berufsschulbereich besonders ausgezeichnet.

Schüler diskutieren mit Politikern am Berufskolleg Wesel

Juliane Bonn und Ann-Kathrin Scholten, zwei Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums am Berufskolleg in Wesel, führten gekonnt und schlagfertig durch  die 75-minütige Diskussionsrunde mit Politikern von sechs Parteien.

Anwesend waren Frank Berger von der CDU, Jürgen Preuß von der SPD, Sascha Wagner von der Partei Die Linke, Bernd Reuther von der FDP, Renatus Rieger von der AfD sowie Patrick Voss von der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Gemeinsam mit einigen Lehrern des BK-Wesel hatten die beiden Schülerinnen die Veranstaltung vorbereitet. Hierzu wurden im Vorfeld Schüler aus einigen Klassen gefragt, welche Fragen für sie interessant und wichtig seien.  Schwerpunkt der Diskussion waren die Bereiche Bildung, Berufs- und Arbeitswelt, Integration und Umwelt.

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Ein wichtiges Ziel war es,  Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Bildungsgängen,  Berufsschüler, Vollzeitschüler aus der Gymnasialen Oberstufe, den Fachabiturklassen sowie der Internationalen Förderklassen die Möglichkeit zu bieten mit den  Politikern zu diskutieren und Ihnen auch auf den Zahn zu fühlen.

Dabei entwickelt sich gerade zum Thema Bildung und Integration eine anregende Debatte. Die Politiker stellten ihre Positionen vielfach klar dar und machten auch deutlich, dass ihnen die eine oder andere Ansicht Ihrer Mitstreiter nicht gefiel. Manche Fragen aus dem Schülerpublikum sorgten dafür, dass bestimmte Aspekte noch vertiefender angesprochen werden konnten. Die Schüler wollten u.a. wissen, wie eine bessere Förderung von Schülern mit Lernbehinderungen am Berufskolleg in Wesel möglich sei, es wurde über Inklusion diskutiert. Es ging darum, warum Frauen in der Regel schlechter bezahlt werden als Männer und wieso zu wenig Transparenz bei den Gehältern vorhanden ist. Es wurde gefragt, warum Flüchtlinge nach Afghanistan trotz der enormen Gefahrenlage abgeschoben würden und welche Berufschancen Flüchtlinge in Deutschland haben würden.

Die Moderatorinnen mussten manchmal den Redefluss der Politiker stoppen, um noch einige weitere Themen bzw. Fragen stellen zu können.

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Die ruhige Atmosphäre machte deutlich, dass die Schüler aufmerksam zuhörten und auch sicherlich manchmal überrascht waren, dass die Politiker zuweilen ganz schön austeilen konnten.

Etwas zu kurz kam die Möglichkeit am Ende noch weitere Fragen zu stellen, dies war der umfassenden Diskussion zu den Schwerpunktthemen sowie der begrenzten Zeit geschuldet.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die Veranstaltung gelungen ist, dies machten die vielen positiven Rückmeldungen sowohl von Seiten der Politiker, als auch von den Schülern deutlich.