Spannende Einblicke in die Fahrzeug-Fertigung

Anfang September hatte das 3. Ausbildungsjahr der angehenden Industriekaufleute (Klasse BWIO1) die Möglichkeit, die Kroll Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH in Hünxe zu besuchen. Kroll ist ein Unternehmen für Fahrzeugtechnik mit Spezialisierung auf Reinigungsfahrzeuge. Die Schülerinnen Anja Lohmann und Tabea Tennagels berichten über ihre Erlebnisse:

Da alle angehenden Industriekaufleute unserer Klasse aus unterschiedlichen Branchen kommen, konnten wir im Rahmen der Betriebsbesichtigung die im Unterricht besprochenen Themen auf ein für uns fremdes Unternehmen beziehen und mit unserer eigenen Firma vergleichen. Der Beginn unserer Führung war die Ausstellungshalle, in der Fahrzeuge vor der Lackierung durch den Kunden noch einmal geprüft werden. Dort wurden uns die ersten Eckdaten der Firma durch den Marketing- und Vertriebsleiter Herrn Schepler vorgestellt. Insgesamt gibt es zwei Fertigungsstellen in Deutschland und mehrere Servicestellen, von denen die Fahrzeuge weltweit verkauft werden. 40 Prozent der gefertigten Fahrzeuge werden exportiert.

Nachdem wir die ersten Informationen erhalten haben, in zwei Gruppen aufgeteilt wurden und eine Sicherheitsunterweisung erhalten haben, haben wir unsere Führung mit den Vertriebsmitarbeitern Herrn Hörbelt und Herrn Weiß im Bereich Behälterbau und -montage begonnen. Dort werden die einzelnen Metallplatten für die späteren Fahrzeuge vorgebaut und geschweißt. Weiter ging es in die nächste Halle, in der Fahrzeuge und Kessel „verheiratet“ werden. Die Kunden haben hier die Möglichkeit, Fahrzeuge selber zur Verfügung zustellen oder die Fahrzeuge komplett bei Kroll zu bestellen. Im Normalfall müssen die Fahrzeuge ca. zwölf Wochen vor Auslieferung bestellt werden. Nach dem Lackieren dauert es noch weitere 2-3 Wochen bis zur Endmontage. Bearbeitet werden die Fahrzeuge in Arbeitsgruppen von ca. drei Personen.

Nach unserer Führung haben wir die Möglichkeit genutzt, um sowohl das vergangene Ausbildungsjahr als auch die gewonnen Eindrücke der Betriebsbesichtigung bei einer Pizza Revue passieren zu lassen. An dieser Stelle wollen wir der Kroll Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH und unserer Mitschülerin Marie – selbst Auszubildende des Unternehmens – danken, dass sie uns diesen Besuch ermöglicht haben!

Neuer Stellvertretender Schulleiter: Höhmann wird Nachfolger von Lemmen

In der letzten Schulwoche vor den Sommerferien fand am Berufskolleg Wesel eine im wahrsten Sinne des Wortes außerordentliche Lehrerkonferenz statt. Denn neben den obligatorischen Punkten „Begrüßung“ und „Verschiedenes“ standen in dieser Sitzung nur zwei weitere Punkte auf der Tagesordnung: Die feierliche Verabschiedung des stellvertretenden Schulleiters Hermann-Josef Lemmen in den Ruhestand und die anschließende offizielle Überreichung der Ernennungsurkunde an Markus Höhmann als neuer stellvertretender Schulleiter.

„Zum Schluss ging alles wahnsinnig schnell. Die Zeit rannte davon“, stellte Studiendirektor Hermann-Josef Lemmen zum Beginn seiner Abschiedsrede fest. Seinen über 41 Jahre langen „erlebnisreichen Schuldienst“ habe er mit allen Facetten gut überstanden. „Zumindest fast“, fügte er schmunzelnd hinzu. So frage ihn seine Frau oft, warum er so laut spreche. „Im Unterricht brauchte man halt eine kräftige Stimme!“. Er lobte die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit den verschiedenen Stellen der Bezirksregierung und die „durchweg gute Kooperation“ mit dem Schulträger Kreis Wesel. Erlebt habe er in seiner Zeit viele neue Bildungsgänge, die durchweg gut angekommen seien, sowie ein „motiviertes und qualitativ gutes Kollegium“. Dem ebenfalls unter den Gästen anwesenden damaligen Schulleiter Günter Kohls dankte er, ihn zur Übernahme der stellvertretenden Schulleitung ermuntert zu haben. „Ich war auf jeden Fall gut vorbereitet, als ich in der Vakanz der Schulleiterstelle kommissarisch die Schule leitete.“ In Richtung des heutigen Schulleiters Christian Drummer-Lempert sagte er: „Es klappte zwischen uns von Anfang an, was meine Arbeit an der Schule sehr angenehm gemacht hat und den Abschied umso schwerer.“ Seinem Nachfolger Markus Höhmann wünschte er so viel Freude am Job, wie er sie hatte – „und manchmal Geduld, die ich meist nicht hatte“. Er endete mit einem Zitat von Gabriel Garcia Márquez: „Weine nicht, weil es vorüber ist, sondern lächle, weil es schön war.“

Vor seinen Abschiedsworten durfte Hermann-Josef Lemmen zahlreiche Worte des Lobes und Dankes entgegennehmen. Rückblickend auf seine Dienstzeit würdigte Schulleiter Christian Drummer-Lempert die beruflichen Verdienste Lemmens. Nach der Beförderung auf A 14 im Jahr 1985 wurde Lemmen am 23.12.1991 mit Bestnote zum Studiendirektor befördert. Im März 2011 trat er die Nachfolge von Uwe Neumann, der jetzt Schulleiter am Berufskolleg Dinslaken ist, als stellvertretender Schulleiter an. Drummer-Lempert stellte das neunmonatige „berühmte Interregnum des Berufskollegs“ zwischen dem Wechsel der Schulleitung von seinem Vorgänger Kohls an ihn heraus. Diese Zeit habe Hermann Lemmen als kommissarischer Schulleiter engagiert gefüllt. Drummer-Lempert dankte ihm für die gute Zusammenarbeit: „Auf ihn konnte ich mich verlassen.“ Lemmen habe durchaus klare Kante gezeigt. „Aber dennoch warst du immer das, was unschätzbar ist: Loyal!“ Es habe nur ganz wenige gegeben, die sich so mit ihrer Schule identifizieren. „Deine Identifikation mit der Schule zeigte sich nicht nur in der Begleitung der Schulleitung und der Fürsorge für das Kollegium, sondern zuletzt auch in der Vorbereitung für die anstehende Qualitätsanalyse. Dir ist es eine Herzensangelegenheit, dass wir als Schule so abschneiden, wie wir das verdient haben.“

Thomas Goerke, Leiter der Schulverwaltung des Kreises Wesel, lobte Lemmen als einen stellvertretenden Schulleiter, „dessen Einsatz und Erfahrung nicht einfach ersetzt werden kann.“ Er sei ein Mensch, mit dem viele gerne und gut zusammengearbeitet haben. „Menschen wie Sie, Herr Lemmen, haben das Herz am richtigen Fleck“. Er sei in seiner Art immer authentisch geblieben. Fairness gegenüber Schülerinnen und Schülern sei ein Markenzeichen seiner Lehrtätigkeit gewesen, wie er von Kolleginnen und Kollegen erfahren habe, die ihn in ihrer Berufsschulzeit als Lehrer erleben durften. „Ich darf Ihnen sagen, dass meine Mitarbeitenden der Kreisverwaltung und ich Sie vermissen werden“.

Eine gute und kollegiale Zusammenarbeit sowie ein starkes Engagement für das Berufskolleg bescheinigte ihm auch Bernd Bossmann im Namen des Lehrerrats. Dem Dank seiner Vorredner schloss sich Bernd Lastering, Dezernent für schulfachliche Aufsicht der Bezirksregierung Düsseldorf, an. Auch wenn die Zeit ihrer Zusammenarbeit vergleichsweise kurz gewesen sei, habe er Lemmen als kollegialen und fachlich versierten Ansprechpartner erleben dürfen. Nach seinen Dankesworten überreichte Lastering, begleitet vom Beifall des Lehrerkollegiums und der anwesenden Gäste, Hermann-Josef Lemmen die offizielle Urkunde für die Versetzung in den Ruhestand.

Ebenfalls mit starkem Beifall begleitet wurde die feierliche Überreichung der Ernennungsurkunde durch Dezernent Lastering an Studiendirektor Markus Höhmann. Bislang leitete Höhmann die Abteilung „Technik“ des Berufskollegs Wesel. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird er – in diesem Fall ohne vorherige Stellenvakanz – als Nachfolger von Hermann-Josef Lemmen die stellvertretende Schulleitung am Berufskolleg Wesel übernehmen.

Verabschiedungen am Berufskolleg Wesel

Im Rahmen des Sommerfestes zum Schuljahresende wurden am Berufskolleg Wesel die Lehrer Rolf Pabst, Martin Schmidt und Raimund Wolters in den Ruhestand verabschiedet. Zusammen brachten sie es auf 113 Dienstjahre.

Rolf Pabst wurde im August 1978 als Diplom-Sportlehrer an den Beruflichen Schulen Wesel eingestellt und engagierte sich seither 41 Jahre am Berufskolleg Wesel für den Sportunterricht. In seiner Abschiedsrede machte Schulleiter Christian Drummer-Lempert deutlich, wie sehr Rolf Pabst bis zum Schluss das Fach Sport am Berufskolleg am Herzen lag: So sei er auch noch in den letzten Monaten vor seinem Ruhestand bereit gewesen, sich mit der Schulleitung auseinanderzusetzen, um seine Vorstellungen über die konkrete Umsetzung und Ausgestaltung des neuen Leistungskonzepts durchzusetzen. „Das hat mich zwar angestrengt, aber mir auch imponiert“, betonte Drummer-Lempert. Er wünschte ihm für seinen Ruhestand alles Gute und „insbesondere natürlich eine gute Fitness.“

Schulpfarrer Martin Schmidt trat im Jahr 1986 seinen Dienst am Berufskolleg Wesel an und wurde 1990 Bezirksbeauftragter der Bezirksregierung für Religionslehrer und -lehrerinnen sowie für Schulpfarrer an Berufsschulen. In seiner Abschiedsrede würdigte der Schulleiter insbesondere sein Wirken in der Rolle des Schulpfarrers: „Hier strahlt nicht nur das Amt, sondern eben auch die Persönlichkeit von Martin Schmidt aus. Sie waren auch für die Kolleginnen und Kollegen da und haben sich im besten Sinne des Wortes gesorgt.“ Wie für das Fach Religionslehre typisch habe er in vielen Klassen, oft nur mit einer Einzelstunde, unterrichtet. Trotz dieses Umstandes „hat er dabei immer ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Schülerinnen und Schülern aufbauen können“. Für seinen Ruhestand wünschte er Martin Schmidt „alles Gute und beste Gesundheit“.

Raimund Wolters wurde am 1. Dezember 1982 am Berufskolleg Wesel mit den Fächern Deutsch und Sport eingestellt. Nach einer rund einjährigen Fortbildung, verbunden mit zwei vierwöchigen Praktika während der Sommerferien in einer örtlichen Tischlerei, erwarb er 1987 eine weitere Lehrberechtigung für Holztechnologie und wurde im gleichen Jahr in das Beamtenverhältnis übernommen. Im Jahre 1996 wurde er zum Oberstudienrat befördert. „Zuletzt waren Sie neben Ihrem Unterricht in der immer größer werdenden gymnasialen Oberstufe Jahrgangsstufenberater und somit ein stets kompetenter, fürsorglicher und verlässlicher Ansprechpartner und Begleiter für unsere Schülerinnen und Schüler“, würdigte Schulleiter Drummer-Lempert seine dienstlichen Leistungen und dankte ihm im Namen des gesamten Kollegiums für seine pädagogische Arbeit.

Berufsfachschulklassen erhielten Abschlusszeugnisse

Nachdem in den Wochen zuvor die Abiturienten und Fachabiturienten des Berufskollegs Wesel im feierlichen Rahmen ihre Abschlusszeugnisse erhielten, konnten sich zum Schuljahresende auch Schülerinnen und Schüler der einjährigen Berufsfachschulklassen über ihre Abschlusszeugnisse freuen. Auf den Gruppenfotos sind Schülerinnen und Schüler der Klassen EW1-H sowie EW1-R und EW2-R zu sehen.

Bewegungstag

Die Schülerinnen und Schüler der FGU1 planten und organisierten im Unterrichtsfach „Fachpraxis Erziehung und Soziales“ über einige Wochen hinweg selbstständig einen Bewegungstag für Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Feldmark. Diese Kooperation hat in diesem Jahr zum ersten Mal stattgefunden.

Der Bewegungstag fand in der Sporthalle des Berufskollegs Wesel statt. Im Rahmen der Bewegungserziehung führten die Grundschulkinder unter Anleitung der FGU1 Übungen und Spiele durch, mit denen Bewegungssicherheit, Gewandtheit und Geschicklichkeit gefördert werden und die Wahrnehmungsfähigkeit erweitert wird. Dies stärkt Sicherheit, Selbständigkeit und Selbstvertrauen der Kinder. Die eigene Kreativität wurde unter anderem bei einer Schminkstation entfaltet.

Die Resonanz auf das Projekt war sehr positiv: Sowohl die Grundschulkinder, die Schülerinnen und Schüler der FGU1 als auch die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule waren durchweg begeistert und davon überzeugt, dass diese Kooperation auch in Zukunft weitergeführt werden soll.