Grünes Licht für Sportunterricht

Bildquelle: ISIS IC

Eine aktuelle Studie mit vierwöchigen Messungen in zwei Sporthallen des Berufskollegs Wesel hat ergeben: Der für Schüler*innen in der Pandemiephase wichtige Sportunterricht kann unter Beachtung der Aerosolausbreitung und entsprechender Anzeige einer CO2-Ampel durchaus stattfinden.

Die NRZ hat einen ausführlichen Bericht über die Studie online gestellt:
https://www.nrz.de/staedte/wesel-hamminkeln-schermbeck/gruenes-licht-fuer-den-sportunterricht-nach-testreihe-in-wesel-id232077443.html

„Die Lehrer waren sehr bemüht und zuversichtlich“

In nur wenigen Tagen ist es soweit: Die Abiturprüfungen stehen an. Aus diesem Anlass interviewte die Rheinische Post Wesel vor einigen Tagen Schülerinnen und Schüler der örtlichen Schulen über ihre Situation angesichts der unwöhnlichen und erschwerten Lernbedingungen, die durch die Pandemie verursacht werden. Eine der Interviewten ist Ida Roes, die an unserem Berufskolleg mit den Leistungskursen Gesundheitswissenschaften und Biologie antreten wird.

Sie lobt im Interview, dass der Unterricht während des zweiten Lockdowns „weitestgehend gut geregelt“ und die Lehrkräfte „sehr bemüht und zuversichtlich“ seien. Allerdings kritisiert sie, „dass die Regelungen alle paar Wochen von der Politik umgeworfen wurden und es immer etwas Neues gab, worauf man sich einstellen musste“. Das Motto der Abiturienten am BK Wesel passend zu den Umständen: „Die Schule war öfters dicht als wir!“

Hier das vollständige Interview mit Ida Roes (Quelle Rheinische Post „An Rhein und Lippe“ vom 29. März 2021):

Langjährige Pädagogen in den Ruhestand verabschiedet

Es war eine offizielle Verabschiedung in den Ruhestand, die in zweifacher Hinsicht in die Geschichte des Berufskollegs Wesel eingehen wird: Zum einen wurden aus derselben Abteilung vier Lehrkräfte gleichzeitig verabschiedet, zum anderen fand die Abschiedsfeier unter strengen Corona-Bedingungen statt.

Insgesamt stolze 128 Dienstjahre und pädagogische Erfahrung vereinen Marianne Dunkelmann, Karl Friedrich Eickmeyer, Sigrid Köppen-Derpmann und Ursula Schillingmann. „Damit verlassen uns nun gleich vier Schwergewichte der Abteilung Wirtschaft und Verwaltung“, stellte Schulleiter Christian Drummer-Lempert in seiner Laudatio etwas wehmütig fest.

Während Abschiedsfeiern für Kolleginnen und Kollegen am Berufskolleg Wesel traditionell unter Beteiligung des gesamten Kollegiums stattfinden, konnte dieses Mal bei der feierlichen Überreichung der Versetzungsurkunden pandemiebedingt nur ein kleiner Kreis des Kollegiums anwesend sein. Weil natürlich auch bei dieser Veranstaltung Maskenpflicht galt, werden nachfolgende Schulgenerationen noch nach Jahrzehnten in der Schulchronik diese Verabschiedung allein anhand der Fotos zeitlich exakt einordnen können.

Marianne Dunkelmann ist seit 1985 am Berufskolleg Wesel tätig gewesen und unterrichtete die Fächer BWL, Rechnungswesen, Mathematik und Bürowirtschaft. „Sie hat über viele Jahre verlässlich für die Schule und die Ausbildung junger Menschen gearbeitet“, lobte Drummer-Lempert in seiner Abschiedsrede. Frau Dunkelmann sei in ihrer zurückhaltenden Art eine angenehme Kollegin gewesen, die stets zur Kooperation bereit war.

Karl Friedrich Eickmeyer kam erst 2003 zum Berufskolleg Wesel, obwohl er bereits von 1986-1988 sein Referendariat absolviert hatte. Danach habe er aber „erst einmal richtig gearbeitet, unter anderem bei Krupp und Honsel“, so der Schulleiter schmunzelnd. „Sie haben auch Politik und Informationswirtschaft unterrichtet, aber für mich sind Sie very british und natürlich in erster Linie ein versierter Englischlehrer.“ Bis zum Schluss sei er „pflichtbewusst im Sinne des Dienstherrn“ gewesen. Er sei sogar bereit gewesen, einige Monate länger zu arbeiten, als es mit dem Eintritt in den Ruhestand nicht so klappte wie geplant. „Diese Haltung hat mich ebenso beeindruckt wie erstaunt.“

Bei Sigrid Köppen-Derpmann hob der Schulleiter ihren besonderen Einsatz in der Fachschaft Religion hervor, „was, wie das Religionskollegium sicher selbst bestätigen kann, nicht immer ganz einfach ist. Hier vereinen sich sehr selbstbewusste, sendungsfreudige und charakterstarke Köpfe.“ Aber die Fachschaft sei unter ihrer Leitung eben auch besonders kreativ und wertvoll für die Schule gewesen: „Da sind vor allem die regelmäßigen Weihnachts- und Abschlussgottesdienste, was keine Selbstverständlichkeit für ein Berufskolleg ist. Und auch ihr Wirken nach innen, in das Kollegium hinein, ist nicht zu unterschätzen.“

Ursula Schillingmann ist mit über 40 Jahren Sportunterricht am Berufskolleg Wesel auch die dienstälteste Kollegin, die an diesem Tag offiziell verabschiedet wurde. Der Schulleiter kam in seiner Überschlagsrechnung auf rund 10.000 junge Menschen, die Ursula Schillingmann zu mehr und zielgerichteter Bewegung verholfen habe: „Mit dieser Anzahl könnte man ein ganzes Stadion füllen – wirklich beeindruckend!“ Drummer-Lempert freut sich, dass sie sich sogar bereit erklärte, Ihren Dienst mit einigen Stunden bis zum Sommer zu verlängern: „Auch das sagt viel über Ihre Verbundenheit mit der Schule und insbesondere mit den Schülerinnen und Schüler aus!“

War die Anzahl der Teilnehmenden Corona bedingt überschaubar, galt dies nicht für die Abschiedsgeschenke: Zum Start in den wohlverdienten Ruhestand wurden alle vier mit zahlreichen Präsenten und Grußkarten von Schul- und Abteilungsleitung, Lehrerrat sowie vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen ausgestattet.

„Schüler helfen Schülern“ geht online

Im Rahmen individueller Förderung wird seit drei Jahren das Programm „Schüler helfen Schülern“ weiterentwickelt.

Vor dem Lockdown trafen sich wöchentlich bis zu 40 Lerngruppen mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Bildungsgänge. Dort haben leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, die Probleme in unterschiedlichen Fächern hatten, regelmäßig Nachhilfeunterricht gegeben.

Die Lerngruppen wurden auf Grundlage der „Bewerbungen“ der Schülerinnen und Schüler, die als Tutorin oder Tutor tätig werden wollten, und der Angaben der nachhilfesuchenden Schülerinnen und Schüler zusammen gestellt. Ansprechpartner unterstützen sie bei fachlichen Fragen, beim Bereitstellen fester Räume und beim Protokollieren der Anwesenheiten.

Mit der Schließung der Schulen konnten sich natürlich auch die Lerngruppen nicht mehr treffen. Inzwischen führen jedoch einige Lerngruppen den Nachhilfeunterricht zu festen Zeiten über Teams durch.

Gerade in diesen Zeiten besteht die Nachfrage nach Nachhilfeunterricht weiter. Es haben sich bereits engagierte Tutorinnen und Tutoren gemeldet, die ihren Mitschülerinnen und Mitschülern Nachhilfe über Teams geben würden.

Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich über Teams bzw. per E-Mail an die Lehrkräfte Frau Daufeldt, Herrn Giesbers und Frau Langosch wenden:
daufeldt<at>bk-wesel.de
giesbers<at>bk-wesel.de
langosch<at>bk-wesel.de