Pferdewirte auf Exkursion

Gruppenfoto Artikel

Die Pferdewirte des Berufskollegs Wesel nahmen in diesem Jahr zum ersten Mal an einer Exkursion in die Niederlande teil. Im Rahmen des dreijährigen Equicrosspotentail Projektes wurde erstmals Kontakt zwischen einer niederländischen Schule für Pferdewirte und dem BK Wesel hergestellt.

Die niederländischen Pferdewirte waren bereits vor 4 Wochen in der deutschen Grenzregion um sich verschiedene Pferdebetriebe anzuschauen, und besuchten in diesem Zuge auch das BK Wesel. Weiterlesen

Blick hinter die Kulissen eines Versandhändlers

Die Schülerin Tabea Tennagels berichtet über den Besuch ihrer Klasse einer regionalen Niederlassung von Amazon:

Im Juni haben wir als angehende Industriekaufleute (Klasse BWIO1) unser drittes Ausbildungsjahr mit einem Besuch der Niederlassung des Versandhändlers Amazon in Rheinberg abgeschlossen. Direkt im Treppenhaus ist uns schon die Anzeige der letzten Arbeitsunfälle aufgefallen, da wird so etwas aus unseren Unternehmen in dieser Form nicht kennen. Glücklicherweise lag der letzte Unfall schon mehrere Tage zurück und wir konnten unseren Rundgang beruhigt starten. Dazu wurden wir mit gelben Besucherwesten und Kopfhörern ausgestattet. PR-Assistant Ulrich Rabe führte uns dann als erstes durch den Wareneingang und die Lagerflächen. Dort war es der Jahreszeit entsprechend ruhig. Gegen Weihnachten werde sich die Mitarbeiterzahl knapp verdoppeln, so erklärte man uns. Vereinzelte Stellplätze laufen in dieser Zeit in einem oder sogar halben Tag leer und dementsprechend voll seien dann auch die Gänge. Weiterlesen

Spannende Einblicke in die Fahrzeug-Fertigung

Anfang September hatte das 3. Ausbildungsjahr der angehenden Industriekaufleute (Klasse BWIO1) die Möglichkeit, die Kroll Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH in Hünxe zu besuchen. Kroll ist ein Unternehmen für Fahrzeugtechnik mit Spezialisierung auf Reinigungsfahrzeuge. Die Schülerinnen Anja Lohmann und Tabea Tennagels berichten über ihre Erlebnisse:

Da alle angehenden Industriekaufleute unserer Klasse aus unterschiedlichen Branchen kommen, konnten wir im Rahmen der Betriebsbesichtigung die im Unterricht besprochenen Themen auf ein für uns fremdes Unternehmen beziehen und mit unserer eigenen Firma vergleichen. Der Beginn unserer Führung war die Ausstellungshalle, in der Fahrzeuge vor der Lackierung durch den Kunden noch einmal geprüft werden. Dort wurden uns die ersten Eckdaten der Firma durch den Marketing- und Vertriebsleiter Herrn Schepler vorgestellt. Insgesamt gibt es zwei Fertigungsstellen in Deutschland und mehrere Servicestellen, von denen die Fahrzeuge weltweit verkauft werden. 40 Prozent der gefertigten Fahrzeuge werden exportiert.

Nachdem wir die ersten Informationen erhalten haben, in zwei Gruppen aufgeteilt wurden und eine Sicherheitsunterweisung erhalten haben, haben wir unsere Führung mit den Vertriebsmitarbeitern Herrn Hörbelt und Herrn Weiß im Bereich Behälterbau und -montage begonnen. Dort werden die einzelnen Metallplatten für die späteren Fahrzeuge vorgebaut und geschweißt. Weiter ging es in die nächste Halle, in der Fahrzeuge und Kessel „verheiratet“ werden. Die Kunden haben hier die Möglichkeit, Fahrzeuge selber zur Verfügung zustellen oder die Fahrzeuge komplett bei Kroll zu bestellen. Im Normalfall müssen die Fahrzeuge ca. zwölf Wochen vor Auslieferung bestellt werden. Nach dem Lackieren dauert es noch weitere 2-3 Wochen bis zur Endmontage. Bearbeitet werden die Fahrzeuge in Arbeitsgruppen von ca. drei Personen.

Nach unserer Führung haben wir die Möglichkeit genutzt, um sowohl das vergangene Ausbildungsjahr als auch die gewonnen Eindrücke der Betriebsbesichtigung bei einer Pizza Revue passieren zu lassen. An dieser Stelle wollen wir der Kroll Fahrzeugbau-Umwelttechnik GmbH und unserer Mitschülerin Marie – selbst Auszubildende des Unternehmens – danken, dass sie uns diesen Besuch ermöglicht haben!

Workshop „Bodenarbeit – Umgang und Erziehung von Pferden“

Als Pilotmaßnahme für Auszubildende Pferdewirte Schwerpunkt Haltung und Service fand Mitte Juni ein Workshop zum Thema „Bodenarbeit –  Umgang und Erziehung von Pferden“ auf dem Meiswinkler Hof in Solingen statt.

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Der FN- gekennzeichnete Pensions – und Meisterbetrieb stellte seine Anlage und zahlreiche Pferde unterschiedlichster Rassen und Einsatzgebiete den angehenden Pferdewirten zur Verfügung, die sich im Rahmen dieser Veranstaltung auf ihre Abschlussprüfung im Fach Kundenberatung – und Ausbildung Schwerpunkt Bodenarbeit in der Praxis fortbilden konnten. Unter der Leitung von Pferdewirtschaftsmeisterin Waltraud Böhmke, die sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Bodenarbeit befasst, sowie Tierärztin und Pferdewirtschaftsmeisterin  Ute Limbach wurden die Teilnehmer intensiv und fachkundig rund um das Thema Umgang mit dem Pferd –  Erziehung des Pferdes durch Bodenarbeit – geschult. Geteilt in zwei Gruppen bestand der Vormittag aus einem praktischen Teil mit dem Pferd, in dem die Grundlagen des Führtrainings wiederholt und unter Anleitung von Frau Böhmke durchgeführt wurden. Themen wie  „König Kunde“,  Kundenbindung an den Betrieb und die vielfältigen Anforderungen, die an einen „Kundenbetreuer“ im Alltag eines Pferdebetriebs gestellt werden, wurden mit Ute Limbach und der zweiten Gruppe der Teilnehmer parallel dazu erarbeitet, sodass alle Auszubildenden zur Mittagspause bereits vielfältige Eindrücke sammeln konnten. Gestärkt durch das Engagement der Berufsschullehrerin Frau Mertes und Frau Klinkenberg, die für den gesamten Kurs das Mittagessen zubereiteten, ging es im zweiten Praxisteil um die Themen GHP und Bodenarbeitsabzeichen. Das Ergebnis einer systematischen Arbeit am Boden, nämlich die Entstehung einer harmonischen Einheit zwischen Mensch und Pferd, erlebten die Teilnehmer bei einer praktischen Demonstration einer Aufgabe des Bodenarbeitsabzeichens. „Brenin“ vorgestellt von Frau Schmitz zeigte scheinbar mühelos und ohne sichtbare Einwirkung, wie kontinuierliches Führtraining Aufgaben wie Übergänge, Gangmaßverstärkungen, Seitenwechsel vor dem Pferd in der Bewegung oder das Führen des Pferdes mit der linken Hand in einer Trabvolte, möglich macht.

Hindernisse der Gelassenheitsprüfung ( GHP ) standen im Anschluss für die Teilnehmer auf dem Programm. Kleingruppen erarbeiteten sich mit den Pferden unterschiedlich Hindernisse der GHP, der nicht mit dem Pferd arbeitende Teil des Kurses hospitierte zeitgleich und kommentierte die praktische Arbeit der Kollegen. Hinweise zur Kundenausbildung gaben die beiden Referentinnen den Teilnehmern hier mit auf den Weg.

Wenn gleich auch die Sonne an diesem Tag ihr Bestes gab, waren alle Teilnehmer trotz der hohen Temperaturen bis zum Schluss sehr interessiert und engagiert bei der Sache.

In der Abschlussbesprechung sollten die Teilnehme ihre Eindrücke zum Tag formulieren und stellvertretend  folgende Zitate:

„Das hätte ich gar nicht gedacht, wie vielfältig das Thema Bodenarbeit ist, ich fühle mich gut für die Prüfung vorbereitet“.

„Das hat so richtig Spaß gemacht !“ 

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Die Bedeutung der Bodenarbeit für das Berufsbild des Pferdewirtes betonten beide Referentinnen nochmals in Ihren Schlussworten. Die Fachkompetenz und das praktische Rüstzeug im Umgang und in der Erziehung des Pferdes muss der Fachmann Pferdewirt selbstverständlich parat haben  –  der Markt verlangt danach, das Pferd profitiert davon!

Ein herzlicher Dank gilt der BBR für Ihre Unterstützung dieser Pilotmaßnahme, dem Pferdebetrieb Kathrin Limbach für die Bereitstellung von Anlage und Pferden, dem Referententeam Waltraud Böhmke und Ute Limbach, dem Lehrerteam der Berufsschule Wesel Frau Mertes und Frau Klinkenberg sowie den engagierten Auszubildenden im Beruf Pferdewirt!

Besuch der Agritechnica in Hannover

Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule Technik besuchen die Agritechnica in Hannover

Am Freitag, den 13. November haben sich Schülerinnen und Schüler der Klassen FTA141 und FTA142 um 5.30 Uhr auf den Weg nach Hannover gemacht, um sich auf der Fachmesse Agritechnica über modernste Landwirtschaftstechnologie zu informieren. Eingeladen wurde die Schülergruppe vom Familienunternehmen Lemken in Alpen, einem international führenden Spezialanbieter für den professionellen Pflanzenbau, dessen Programm leistungsstarke, vielfältige und hochwertige Technik für die Bereiche Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflanzenschutz umfasst.

Zu Beginn des Besuches wurde im Bereich „Werkstatt live“ der Ausbildungsberuf des Landmaschinenmechatronikers vorgestellt. Dabei konnten die Messebesucher an diversen Reparatur- und Montagebeispielen landwirtschaftlicher Geräte erfahren, wie weit gefächert und abwechslungsreich der Beruf in der Praxis ist. Riesige, vor Kraft strotzende Traktoren, kompliziert aufgebaute Getriebe, Saatgutmaschinen wie auch handliche Motorsägen gehören in das Spektrum der Maschinen, die ein Landmaschinenmechatroniker potentiell warten und reparieren muss. Dabei gewinnt zunehmend die Elektronik an Bedeutung, in den Anlagen selbst wie auch bei der Nutzung von Diagnoseprogrammen, welche die Suche nach Fehlern erleichtern. Natürlich ist der gelernte Landmaschinenmechatroniker durch sein breit angelegtes Fachwissen im Bereich Mechanik und Elektronik auf dem Berufsmarkt auch über den Bereich der Landwirtschaft hinaus sehr begehrt, da er selbstständig und zielorientiert in der Lage ist, mechatronische Systeme aller Arten zu analysieren, zu betreuen und darüber hinaus zu optimieren.

Im weiteren Verlauf des Messebesuches hatte die Schülergruppe die Möglichkeit, sich an den zahlreichen Messeständen über modernste Entwicklungen aus den Bereich der Agrartechnik zu informieren und Fachgespräche zu führen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von den riesigen Traktoren, die mit bis zu 600 PS und modernster Steuerungselektronik ausgerüstet waren und den Feldhäckslern, die über eine Schnittbreite von bis zu 9,29 m verfügten.

Der überaus abwechslungsreiche und informative Ausflug endete mit der Rückkehr nach Wesel um 21.30 Uhr, von wo aus die Schüler bepackt mit zahlreichen Informationsbroschüren und Werbeartikeln den Heimweg antreten mussten.

Unser Dank gilt an dieser Stelle noch einmal der Firma Lemken, die den Messebesuch organisiert und sämtliche Kosten übernommen hat und dem Berufsausbilder Technik Herrn Bilir für die Betreuung vor Ort auf der Messe.