Workshop „Bodenarbeit – Umgang und Erziehung von Pferden“

Als Pilotmaßnahme für Auszubildende Pferdewirte Schwerpunkt Haltung und Service fand Mitte Juni ein Workshop zum Thema „Bodenarbeit –  Umgang und Erziehung von Pferden“ auf dem Meiswinkler Hof in Solingen statt.

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Der FN- gekennzeichnete Pensions – und Meisterbetrieb stellte seine Anlage und zahlreiche Pferde unterschiedlichster Rassen und Einsatzgebiete den angehenden Pferdewirten zur Verfügung, die sich im Rahmen dieser Veranstaltung auf ihre Abschlussprüfung im Fach Kundenberatung – und Ausbildung Schwerpunkt Bodenarbeit in der Praxis fortbilden konnten. Unter der Leitung von Pferdewirtschaftsmeisterin Waltraud Böhmke, die sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Bodenarbeit befasst, sowie Tierärztin und Pferdewirtschaftsmeisterin  Ute Limbach wurden die Teilnehmer intensiv und fachkundig rund um das Thema Umgang mit dem Pferd –  Erziehung des Pferdes durch Bodenarbeit – geschult. Geteilt in zwei Gruppen bestand der Vormittag aus einem praktischen Teil mit dem Pferd, in dem die Grundlagen des Führtrainings wiederholt und unter Anleitung von Frau Böhmke durchgeführt wurden. Themen wie  „König Kunde“,  Kundenbindung an den Betrieb und die vielfältigen Anforderungen, die an einen „Kundenbetreuer“ im Alltag eines Pferdebetriebs gestellt werden, wurden mit Ute Limbach und der zweiten Gruppe der Teilnehmer parallel dazu erarbeitet, sodass alle Auszubildenden zur Mittagspause bereits vielfältige Eindrücke sammeln konnten. Gestärkt durch das Engagement der Berufsschullehrerin Frau Mertes und Frau Klinkenberg, die für den gesamten Kurs das Mittagessen zubereiteten, ging es im zweiten Praxisteil um die Themen GHP und Bodenarbeitsabzeichen. Das Ergebnis einer systematischen Arbeit am Boden, nämlich die Entstehung einer harmonischen Einheit zwischen Mensch und Pferd, erlebten die Teilnehmer bei einer praktischen Demonstration einer Aufgabe des Bodenarbeitsabzeichens. „Brenin“ vorgestellt von Frau Schmitz zeigte scheinbar mühelos und ohne sichtbare Einwirkung, wie kontinuierliches Führtraining Aufgaben wie Übergänge, Gangmaßverstärkungen, Seitenwechsel vor dem Pferd in der Bewegung oder das Führen des Pferdes mit der linken Hand in einer Trabvolte, möglich macht.

Hindernisse der Gelassenheitsprüfung ( GHP ) standen im Anschluss für die Teilnehmer auf dem Programm. Kleingruppen erarbeiteten sich mit den Pferden unterschiedlich Hindernisse der GHP, der nicht mit dem Pferd arbeitende Teil des Kurses hospitierte zeitgleich und kommentierte die praktische Arbeit der Kollegen. Hinweise zur Kundenausbildung gaben die beiden Referentinnen den Teilnehmern hier mit auf den Weg.

Wenn gleich auch die Sonne an diesem Tag ihr Bestes gab, waren alle Teilnehmer trotz der hohen Temperaturen bis zum Schluss sehr interessiert und engagiert bei der Sache.

In der Abschlussbesprechung sollten die Teilnehme ihre Eindrücke zum Tag formulieren und stellvertretend  folgende Zitate:

„Das hätte ich gar nicht gedacht, wie vielfältig das Thema Bodenarbeit ist, ich fühle mich gut für die Prüfung vorbereitet“.

„Das hat so richtig Spaß gemacht !“ 

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Die Bedeutung der Bodenarbeit für das Berufsbild des Pferdewirtes betonten beide Referentinnen nochmals in Ihren Schlussworten. Die Fachkompetenz und das praktische Rüstzeug im Umgang und in der Erziehung des Pferdes muss der Fachmann Pferdewirt selbstverständlich parat haben  –  der Markt verlangt danach, das Pferd profitiert davon!

Ein herzlicher Dank gilt der BBR für Ihre Unterstützung dieser Pilotmaßnahme, dem Pferdebetrieb Kathrin Limbach für die Bereitstellung von Anlage und Pferden, dem Referententeam Waltraud Böhmke und Ute Limbach, dem Lehrerteam der Berufsschule Wesel Frau Mertes und Frau Klinkenberg sowie den engagierten Auszubildenden im Beruf Pferdewirt!

Besuch der Agritechnica in Hannover

Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule Technik besuchen die Agritechnica in Hannover

Am Freitag, den 13. November haben sich Schülerinnen und Schüler der Klassen FTA141 und FTA142 um 5.30 Uhr auf den Weg nach Hannover gemacht, um sich auf der Fachmesse Agritechnica über modernste Landwirtschaftstechnologie zu informieren. Eingeladen wurde die Schülergruppe vom Familienunternehmen Lemken in Alpen, einem international führenden Spezialanbieter für den professionellen Pflanzenbau, dessen Programm leistungsstarke, vielfältige und hochwertige Technik für die Bereiche Bodenbearbeitung, Aussaat und Pflanzenschutz umfasst.

Zu Beginn des Besuches wurde im Bereich „Werkstatt live“ der Ausbildungsberuf des Landmaschinenmechatronikers vorgestellt. Dabei konnten die Messebesucher an diversen Reparatur- und Montagebeispielen landwirtschaftlicher Geräte erfahren, wie weit gefächert und abwechslungsreich der Beruf in der Praxis ist. Riesige, vor Kraft strotzende Traktoren, kompliziert aufgebaute Getriebe, Saatgutmaschinen wie auch handliche Motorsägen gehören in das Spektrum der Maschinen, die ein Landmaschinenmechatroniker potentiell warten und reparieren muss. Dabei gewinnt zunehmend die Elektronik an Bedeutung, in den Anlagen selbst wie auch bei der Nutzung von Diagnoseprogrammen, welche die Suche nach Fehlern erleichtern. Natürlich ist der gelernte Landmaschinenmechatroniker durch sein breit angelegtes Fachwissen im Bereich Mechanik und Elektronik auf dem Berufsmarkt auch über den Bereich der Landwirtschaft hinaus sehr begehrt, da er selbstständig und zielorientiert in der Lage ist, mechatronische Systeme aller Arten zu analysieren, zu betreuen und darüber hinaus zu optimieren.

Im weiteren Verlauf des Messebesuches hatte die Schülergruppe die Möglichkeit, sich an den zahlreichen Messeständen über modernste Entwicklungen aus den Bereich der Agrartechnik zu informieren und Fachgespräche zu führen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schülerinnen und Schüler von den riesigen Traktoren, die mit bis zu 600 PS und modernster Steuerungselektronik ausgerüstet waren und den Feldhäckslern, die über eine Schnittbreite von bis zu 9,29 m verfügten.

Der überaus abwechslungsreiche und informative Ausflug endete mit der Rückkehr nach Wesel um 21.30 Uhr, von wo aus die Schüler bepackt mit zahlreichen Informationsbroschüren und Werbeartikeln den Heimweg antreten mussten.

Unser Dank gilt an dieser Stelle noch einmal der Firma Lemken, die den Messebesuch organisiert und sämtliche Kosten übernommen hat und dem Berufsausbilder Technik Herrn Bilir für die Betreuung vor Ort auf der Messe.

25 Schüler des Berufskollegs Wesel in Wrexham – Wales

Wrexham (Vereinigtes Königreich): Wales |

Insgesamt 25 Schüler des Berufskolleg Wesel verbrachten zwei Wochen ihrer Ausbildung in Großbritannien 

In Zusammenarbeit mit dem EU-Programm Erasmus+ und dem Coleg Cambria in Großbritannien konnte das Berufskolleg Wesel angehenden Kaufleuten für Büromanagement und Kfz-Mechatronikern

die Chance bieten, zwei Wochen ihrer Ausbildung im englischsprachigen Ausland zu verbringen. Insgesamt 25 Schülerinnen und Schüler wurden dabei von ihren Ausbildungsbetrieben unterstützt und nutzten diese Gelegenheit, Einblicke in die Arbeitsabläufe in Großbritannien zu erhalten, ihre Englischkenntnisse zu verbessern und insgesamt ihre Flexibilität und Selbstständigkeit zu fördern.

Mit mehr als 5.000 zu betreuenden Austauschschülern pro Jahr stand den Schülern mit dem Coleg Cambria ein routinierter Partner in der Stadt Wrexham (Wales) zur Verfügung. Die Unterbringung erfolgte in Gastfamilien, sodass nicht nur während der Arbeitszeit Englisch gesprochen wurde, sondern bereits vor und nach Arbeitsbeginn Sprachkenntnisse gefordert waren. Hilfreich für die Kommunikation und kurzfristige Terminabsprachen mit den begleitenden Lehrern war die Organisation mit Hilfe der neuen Kommunikationsmedien.

Die Auszubildenden kamen vor Ort erstaunlich gut mit ihren Englischkenntnissen zurecht und von den Walisern wurden immer wieder Komplimente gemacht, dass die Jugendlichen für die Unternehmen eine Hilfe und auch Entlastung waren. Erstaunt waren die Auszubildenden über die extreme Freundlichkeit der Briten, die jeden Arbeitsauftrag mit einem freundlichen „Sorry!“ starteten. Am letzten Arbeitstag bedankten sich die Mitarbeiter mit persönlichen Geschenken bei den kaufmännischen Auszubildenden aus Deutschland und zeigten so ihre Wertschätzung.
Auch die Kfz-Mechatroniker wurden herzlich von den Gasteltern und den Mitarbeitern der Werkstätten aufgenommen. Sie konnten vor Ort komplizierte Arbeiten, wie z. B. Achsvermessung, Zerlegen von 4-Gang-Getrieben oder 6-Gang-Getrieben, in Zusammenarbeit mit den englischsprachigen Mitarbeitern ausführen. Auch ihr Kenntnisstand wurde von den Ausbildern in Wrexham als sehr gut bewertet und die Arbeiten, die eigentlich für den ganzen Tag angesetzt waren, waren immer wesentlich schneller als erwartet ausgeführt.

Die Organisatoren in Wales hatten für jede Schülergruppe ein passendes Ausflugsprogramm zusammengestellt. Die Kfz-Mechtroniker besuchten beispielsweise das Morgan-Werk und konnten dort Einblick in die Herstellungsprozesse der exklusiven Automarke nehmen. Am Wochenende ging es für alle Teilnehmer nach Liverpool, wo die Kathedrale, die Albert-Docks, das Beatles-Museum und der Weihnachtsmarkt besucht werden konnten.

Alle Schülerinnen und Schüler bewerteten das Auslandspraktikum als sehr wertvolle Erfahrung und empfehlen die Teilnahme auch anderen Auszibildenden. Sprachkenntnisse, Einblicke in andere Arbeitskulturen – z. B. das Arbeitstempo ist in Deutschland wesentlich höher, Flexibilität, Selbstständigkeit und Motivation sind wesentliche Aspekte, die durch das EU-Praktikum gefördert werden. Teilweise kam man mit seinem Schulenglisch relativ schnell an seine Grenzen, aber die Gewissheit, dass man jedes Problem gelöst hat, gab enormes Selbstvertrauen.
Zum Abschluss erhält jeder Teilnehmer von der EU einen Euro-Pass, um das erfolgreiche Praktikum dokumentieren zu können.

Filmische Dokumentation